Christian - Gymnasium Hermannsburg

Europaflagge Europa-Schule in Niedersachsen Europaflagge

image1 image2 image3 image4 image4 image4 image4 image4

Anne Frank-Projekt bringt Jugendliche zusammen

22 Schüler unserer Schule haben das Marnix-College in Ede besucht. Dort arbeiteten sie zusammen mit niederländischen Jugendlichen zu Anne Frank. Der Gegenbesuch fand ab dem 20. März in Hermannsburg statt.

Anne-Frank-Projekt-Ede-2017Das Marnix-College im niederländischen Ede ist seit Jahren ein regelmäßiger Partner des Christian-Gymnasiums, das als Europa-Schule in Niedersachsen zahlreiche Auslandskontakte unterhält. Mit dem Marnix verbindet die Hermannsburger Schule aber etwas mehr. Es ist die gemeinsame Arbeit in Sachen Erinnerungskultur.
Denn beide Schulen liegen in der Nähe von Schauplätzen, die mit der Geschichte der Anne Frank verknüpft sind. Ede liegt in der Nähe Amsterdams, wo Anne Frank lebte, bis sie verraten und deportiert wurde, bei Hermannsburg ist das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen gelegen, wo Anne Frank starb. „Dementsprechend bietet es sich an, das Thema zusammen in einem internationalen Projekt zu behandeln“, sagt J. Salzmann. Er ist kürzlich zusammen mit seiner Kollegin K. Wegener und 22 Schülern nach Ede gereist, um dort mit niederländischen Schülern auf Englisch eine Ausstellung zu Anne Frank und ihrer Bedeutung für Jugendliche von heute zu erarbeiten.
Dazu gehörten eine Führung zu jüdischem Leben in Amsterdam, gemeinsamer Geschichtsunterricht sowie die Projektarbeit in deutsch-niederländischen Gruppen. „Natürlich hatten wir auch freie Zeit, um mit unseren Partnern etwas zu unternehmen“, sagt Ida W. aus der 9. Klasse, die wie ihre Mitschüler in niederländischen Familien untergebracht war. „Wir hatten trotz des traurigen Themas unserer Reise auch eine Menge Spaß.“ Dies entspreche auch der Zielsetzung der Begegnung, die so zum dritten Mal stattfindet, so Salzmann. „Denn wenn wir den schlimmen Ereignissen aus der Geschichte positive Erlebnisse entgegensetzen und dies auf der Grundlage der Auseinandersetzung mit Fremdem tun, ist das gut. Es dient letztlich dazu, dass die jungen Leute das Verbindende erleben, was im Europa von heute sehr wichtig ist.“

 

Das Anne Frank-Projekt 2017 aus Schüler-Sicht

von Klara B.

Am 13.Februar 2017 startete unsere Fahrt nach Ede (Niederlande). Nach einer fünfstündigen Fahrt kamen wir um ca. 13 Uhr an. Wir trafen unsere uns zugeteilten Austauschschüler an und aßen zusammen zu Mittag. Danach fuhren wir nach Hause um das Haus und unsere Austauschschüler kennenzulernen. Etwas später trafen sich einige noch in kleinen Gruppen um etwas zu unternehmen. Da wir wussten, dass der nächste Tag anstrengend werden würde, gingen die meisten bald zu Bett.

Am nächsten Morgen machten wir uns bereits um 8 Uhr auf den Weg nach Amsterdam. Nach gut 1 ½ Stunden Fahrt kamen wir am Reichsmuseum an, in welchem wir sehr viel Kunst vom 11. bis zum 20. Jahrhundert von Künstlern wie Rembrandt und van Gogh sehen durften. Es war sehr interessant, da wir uns selbstständig durch das Museum bewegen durften und uns alles solange anschauen konnten, wie wir wollten. Nach dem Museumsbesuch hatten wir Zeit um uns die Innenstadt Amsterdams anzugucken und ein wenig einzukaufen, bis wir am Nachmittag an einer Führung über das Leben und Leiden der Juden in Amsterdam während des 2.Weltkrieges teilnahmen. Danach fuhren wir auch schon wieder zurück in unsere Familien.

Am nächsten Morgen ging es wieder sehr früh los. Diesmal allerdings in einen gut zwei Stunden entfernten Freizeitpark, namens Efteling. Dies ist der drittgrößte Freizeitpark Europas, in welchem wir den ganzen Tag viel Spaß beim Achterbahnfahren und Erkunden der Märchenwelten hatten. Nach diesem sehr anstrengenden Tag fuhren wir bereits um 16 Uhr nach Hause, um noch etwas Freizeit am Abend zu haben, welche auch jeder gut ausnutzte.

Nach dem spaßigen Tag ging es am nächsten in die Schule, in welcher uns die holländischen Lehrer einen ausführlichen und spannenden Vortrag über den 2.Weltkrieg allgemein, über das ehemalige Vernichtungslager in Auschwitz und über das ehemalige Konzentrationslager in Bergen-Belsen hielten. Außerdem schauten wir informative Kurzfilme und erarbeiteten in Kleingruppen Mindmaps zu unserem Wissen über den 2.Weltkrieg.

Danach fand eine lustige Sportstunde statt, in welcher wir ein paar Mannschaftsspiele spielten, um den Teamgeist etwas zu stärken. Darauf folgte ein freier Nachmittag, welchen viele dazu nutzten, um die Innenstadt zu erkunden. Den Abend ließen wir mit indonesischem Essen und einem lustigen Quiz in der Schule ausklingen. Nun waren wir auch schon am letzten Tag angelangt. Am Vormittag starteten wir mit unseren Projekten, welche am 23.03.2017 in der Mensa des Christian-Gymnasiums vorgestellt wurden. Jeder wurde einem Thema, wie zum Beispiel Konzentrationslager in Bergen-Belsen oder Emigration der Juden ab 1933, zugeteilt. Nach der Arbeit machten wir uns allerdings auch schon wieder auf den Heimweg, welcher sehr lang, jedoch auch sehr lustig war.

Insgesamt war unsere Fahrt nach Ede sehr interessant und schön, es gab keine schwerwiegenden Probleme, jeder kam gut mit seiner Gastfamilie zurecht und wir konnten uns bereits auf den Gegenbesuch in Deutschland freuen, in welchem das Fertigstellen der Projekte, das Besuchen der Gedenkstätte in Bergen-Belsen, eine Fahrt nach Hamburg mit einer Führung in welcher wir mehr über das damalige jüdische Leben erfahren, ein Besuch der Celler Synagoge und der Stadt sowie die Präsentation der Projekte mit einem anschließenden Abschlussabend geplant war.

Auch diese Programmpunkte erwiesen sich als überaus interessant und unsere Eltern zeigten sich von der Präsentation sehr beeindruckt. Am Ende lässt sich sagen, dass wir während der beiden Projekt-Wochen viel zu einem wichtigen Thema gelernt haben, aber auch zusammen mit unseren niederländischen Freunden viel Spaß hatten. 

 

2018  Christian - Gymnasium Hermannsburg         Impressum/Disclaimer