Christian - Gymnasium Hermannsburg

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CGH als Umweltschule ausgezeichent

Logo-UmweltschuleEine Abordnung von je zwei Schülern und Lehrern fuhren Ende September zum Natureum Niederelbe (bei Cuxhaven), um die Auszeichnung entgegenzunehmen.

 

In Rahmen einer Feierstunde in diesem Umweltbildungszentrum wurden den ausgezeichneten Schulen die Urkunden von Julia Holzhauer (Kultusministerium) und Peter Reinert (Niedersächsische Landesschulbehörde) überreicht,
Außerdem präsentierten die vier das Projekt anhand von Ausstellungstafeln und Produktproben auf dem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem auch andere Schulen ihre Projekte vorstellten. Eine Führung durch das Gelände des Natureums bildete den krönenden Abschluss.

Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ (USE) wurde 1994 erstmalig von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung ausgeschrieben. Seit gut 10 Jahren ist zu dem Ziel der Umweltbildung der Aspekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hinzugekommen, denn die Umweltthematik muss im Zusammenhang mit der Entwicklungsthematik gesehen werden: ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung gehören zusammen. Das wird durch den Zusatz „ Internationale Agenda 21-Schule“(INA) verdeutlicht, denn 1992 wurde auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro die enge Verknüpfung von umwelt-und entwicklungspolitischen Problemen behandelt und die Agenda 21 als Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert beschlossen. Es handelt sich inzwischen um eine internationale Ausschreibung mit Ländern wie Kanada, mehreren karibischen Staaten, Chile, Neuseeland, Marokko, Südafrika, China und fast allen Staaten in Europa. In Deutschland nehmen mehrere hundert und weltweit mehr als 20.000 Schulen teil.

Eine Schule kann diese Auszeichnung erhalten, wenn sie in Zusammenarbeit mit den Landeskoordinatoren der Landesschulbehörde über einen Projektzeitraum von 2 Jahren u.a. 2 Handlungsfelder bearbeitet: 1. bei Erstteilnahme aus den Bereichen Ressourcenschonung (Energie, Abfall, Wasser), 2.„Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“ , „Voneinander/miteinander lernen“ oder „Beiträge zur globalen Gerechtigkeit“.

Das Christian-Gymnasium erreichte im 1. Handlungsfeld mit Hilfe von Energielotsen aus 10. Klassen, die sich darum kümmerten, dass in jeder Klasse wenigstens 2 Schüler das Amt des „Energiemanagers“ ausführten (auf geschlossene Fenster und Türen, Wasserhähne und abgeschaltete Stromverbraucher sowie auf Mülltrennung achten), sowie durch spezielle Maßnahmen der Hausmeister und des Medienassistenten eine spürbare Energieeinsparung. Außerdem sorgte eine Schülergruppe dafür, dass Pfandflaschen gesammelt und der Erlös in Zusammenarbeit mit dem Ev.-luth. Missionswerk (ELM) einem Aufforstungsprojekt in Äthiopien zur Verfügung gestellt wurde.
Im 2. Handlungsfeld ging es um das Lernen in und mit der Natur. Hier konnten die Naturerlebnistage angeführt werden, die das Christian-Gymnasium regelmäßig seit über 20 Jahren für alle Sechstklässler (früher Siebtklässler) veranstaltet. Hierbei fahren die Kinder im Frühling 30 km per Rad nach Gut Sunder bei Meißendorf, übernachten dort zweimal im Zelt oder Seminarhaus und werden während der 3 Tage von Oberstufenschülern betreut und durch Untersuchungsstationen am Bach, Teich, im Wald und Labor geführt. Die Klassen- und Biologielehrer kümmern sich um die Gesamtorganisation. Außerdem konnte in diesem Handlungsfeld die Schulgarten-AG angeführt werden, die seit über 10 Jahren einen attraktiven Schulgarten mit Kräuterspirale, Streuobstwiese, Insektenhotel, Gemüsebeet, Hochbeeten und Gewächshaus eingerichtet hat und betreut und zusammen mit der Koch-AG Gartenprodukte in der Mensa der ganzen Schülerschaft anbietet (z.B. Apfel-Pressaktion, Erdbeeraktion). Hinzugekommen ist im letzten Jahr noch eine AG-Schulimkerei, die im Schulgarten derzeit fünf Völker betreut und als Schülerfirma zukünftig den Erlös von Honig- und Wachsprodukten sozialen Projekten spenden will.

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